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Donald Trumps Sprache und Rhetorik - Ideal English Language Courses

Es ist ganz klar, dass wir uns bei IDEAL Language&Culture mit allen möglichen Formen von Sprache beschäftigen: Wörter, Sätze, Fragen, Dialoge, Präsentationen und Reden. Es ist nun mal so: wer (beruflich oder privat) etwas präsentiert, muss sein jeweiliges Thema vortragen. Und schon sind wir bei der Rhetorik. Sprechen wir frei? Oder lesen wir etwa alles ab? Wann, warum und wie sprechen wir, damit der Vortrag zum Thema passt? Wie sprechen wir die Zielgruppe richtig an? Kann die rhetorische Dynamik, wenn wir die richtige Sprache sprechen, die Entscheidungsfindung unserer Zuhörer beeinflussen?

Donald Trump scheint, als einer der beiden Kandidaten der nächsten Präsident-schaftswahl in den USA, über einen höchst wirkungsvollen Sprachstil zu verfügen, mit dem er etwa die Hälfte der Wahlberechtigten hinter sich versammeln kann.

Wie schafft der Mann das? Manchmal scheint er bei seinen Reden sprunghaft, unfokussiert oder gar unberechenbar zu sein. Aber sind seine permanenten Einschübe und der bewusste Bruch seines Redeflusses nicht eine beabsichtigte Dekonstruktion? Sein gebrochener Vortrag, gespickt mit Selbstlob oder wütenden Ausfällen gegen die Gegenkandidatin, scheint ihn –zumindest für seine Wähler-authentischer und vertrauenswürdiger zu machen. Alles will er sein – nur kein etablierter, polierter Politiker mit Robotersprache. Seine aneinander gereihten Satzfragmente, sein limitiertes Vokabular und seine polemischen Verunglimpfungen würden normalerweise jede Kampagne zur Präsidentenwahl ruinieren.

Wieso hat Donald Trump dann mit seinem Sprachstil diesen Erfolg? Spiegelt er damit die Alltagskonversation seiner Zielgruppe wieder, so dass diese sich wiedererkennt und ihn erkennt als widerborstigen, erfolgreichen Außenseiter?

Trumps Reden sind ansprechend und wirkungsvoll, weil er alte Verkäufertricks beherrscht. Etwa, sich selbst bestätigend: „Viele Leute sagen ja…“; oder: „Niemand kennt die Steuergesetze so wie ich…“ ; oder: „Glauben Sie mir!“ – um genau danach eine dreiste Lüge zu platzieren. Anscheinend klingt das seinen Zuhörern vertrauens-einflößend, anscheinend hat er alles selbst erlebt und anscheinend weiß er ganz genau, wohin er Amerika führt. Keine Details werden referiert, keine Visionen werden skizziert, nur Hauptsätze werden abgefeuert, einer nach dem anderen, unterbrochen von Pöbeleien und Reminiszenzen aus seiner Tycoon-Historie.

Jede Namensnennung von Hillary Clinton verbindet Trump mit dem Adjektiv „crooked“ (betrügerisch, unehrlich), Terroristen bezeichnet er als „radikale Muslime“; Er nutzt die permanente Wiederholung als Stilelement, um Assoziationsketten zu schaffen: eine Endlosschleife der Denunziation. Seine Unterstützer nennt er indes „folks“ (Leute), Leute wie ich und du, Leute von nebenan oder vom Supermarkt, und er, der Milliardär, will einer von ihnen sein. Oft spitzt Trump Sätze so zu, dass die Zuschauer das letzte Wort des Satzes übernehmen und ausrufen. So bindet er die Zuhörer geschickt ein in seine Deklamation der Missstände: Angst vor Arbeitslosigkeit, Sorgen über den Status der USA als Weltmacht, Bedenken wegen der Bedrohung durch ausländische Terrorganisationen etc. Mit Emotionen packt Trump sein Publikum, und das artikuliert seine Ängste durch Wut und Ärger.

Was die Rhetorik angeht, so scheinen diese emotionellen Sprach(de)konstrukte nicht auszureichen, um einen großen Staatsmann herzugeben.

Oder reicht es doch aus, heutzutage, wo die celebrities die Medien beherrschen und die Substanz drittrangig wird?

Haben Sie eine Frage zum Thema oder eine Anmerkung? Schreiben Sie mir!

Wir von IDEAL Language & Culture achten jedenfalls darauf, dass unsere Kunden nicht nur Hauptsätze aneinanderreihen. Wir geben die Hilfestellung, dass der Vortrag/die Präsentation fließend artikuliert wird. Sparsam mit Wiederholungen, freundlich im Ton und in der Ansprache der Zielgruppe, sachlich bei der Präsentation der Fakten.

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